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B2B Magazin 01 2016

48 interview SPONSOREN SIND FÜR EINEN PROFISPORTLER UNERLÄSSLICH. WIE FUNKTIONIERT DIE ZUSAMMENARBEIT MIT IHNEN? FS_ Sehr gut! Ich habe zwei Hauptsponsoren, durch Olympia kommen hoffentlich noch ein paar dazu. Noch bringt meine Sportart leider nicht viele Einschaltquoten, deswegen halte ich Fachvorträge über Ernährung und Motivation – das kam bisher richtig gut an. Letztens erst habe ich vor einem Symposium mit 100 Ärzten gesprochen. Ich bin gleich wieder gebucht worden. Trotzdem ist es nicht einfach, neue Sponsoren zu akquirieren. Ich habe mir das leichter vorgestellt. WIE SCHAFFST DU ES, DEINE LEISTUNG IMMER WEITER ZU STEIGERN? FS_ Auf dem Level, auf dem ich mich jetzt bewege, sind es wirklich nur Nuancen, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Ich muss mich täglich neu motivieren und lernen, in Drucksituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und immer über mich hinauszugehen. Meine Einstellung dabei ist: Solange ich nicht alle Titel habe, muss ich besser werden. Da gibt es diesen einen Satz: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. WAS FINDEST DU AN FEEDBACK WICHTIG? WIE VERWANDELST DU NEGATIVES FEEDBACK IN ETWAS POSITIVES? FS_ In Deutschland leben wir leider in einer extremen Neid-Gesellschaft, das hätte ich nie gedacht. Es gibt immer mehr Neider. Ich setze auf meine Freunde und mein Umfeld. Aber man trifft überall Leute, die eifersüchtig sind. Das be- komme ich schon mit und dadurch steigt auch der Druck auf mich, dass ich als Weltmeister nicht mehr verlieren darf. Die Leute erwarten, dass ich gewinne. Und wenn ich nicht gewinne oder nicht so hoch, dann heißt es: Oh, was ist denn mit dem los? Der schwächelt ja! WIE GEHST DU DAMIT UM? FS_ Ich weiß ja, auf wen ich mich verlassen kann. Also bedanke ich mich bei den Neidern. Dann fragen sie: „Danke wofür?“ Und ich sage: „Dein Neid ist meine Anerkennung, mehr brauche ich nicht.“ Wenn du denen einfach freundlich gegenübertrittst, dann flippen sie aus. INTERVIEWERIN \ Lisa Raabe

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