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B2B Magazin 01 2016

42 hierarchieformen SICHERHEIT fürLeib undLeben Wolfgang Benz, Stadtkommandant der freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen, erläutert, warum feste Strukturen wichtig sind. Wolfgang Benz, Jahrgang 1967, ist leitender Konstrukteur im Maschinenbau. Seit 1980 ist er bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv, leitete in seiner Laufbahn 15 Jahre lang die Jugendfeuerwehr, war zehn Jahre Abteilungsleiter in Leinfelden-Echterdingen und ist seit drei Jahren Stadtkommandant. WAS IST DAS BESONDERE AN DER STRUKTUR DER FEUERWEHR, WAS MACHT SIE EINZIGARTIG? WB_ Die Struktur der Feuerwehr ist im Gegensatz zur Struktur in einem „normalen Betrieb“ viel mehr auf Zusammenarbeit ausgelegt. Dadurch entsteht eine sehr enge Kameradschaft unter- einander, die einem den nötigen Rückhalt gibt. Das ist schon etwas Einzigartiges. WARUM FUNKTIONIERT IHR STRUKTURKONZEPT GUT? WAS SIND DIE VORTEILE? WB_ Die Struktur ist bei allen Feuerwehren gleich. Wir könnten morgen mit der Hamburger Feuerwehr einen Einsatz fahren und es würde reibungslos funktionieren, da fachlich alle die gleiche Sprache sprechen. GIBT ES AUCH NACHTEILE? WB_ Die Leute haben heute einen viel flexibleren Lebensstil als früher. Dieser lässt sich für viele nicht mit dem strengen Regle- ment der Feuerwehr vereinbaren, dadurch machen weniger mit. Man muss bei uns einfach regelmäßig seine Übungen absolvieren, sonst ist man nicht für den Einsatz qualifiziert. WIE GUT BEWÄHRT SICH DIE ARBEITSSTRUKTUR IM EINSATZ? WB_ Durch ständige Übung und Fortbildung gehen einem die Ab- läufe beim Einsatz in Fleisch und Blut über. Das ist enorm wichtig, denn nur so können die Einsatzkräfte schnell genug agieren, um im Ernstfall Leben zu retten. Die strenge Ordnung hilft außerdem, Risiken zu minimieren. ERFÄHRT DER EINZELNE WERTSCHÄTZUNG FÜR SEINE LEISTUNG ODER ZÄHLT NUR DIE GESAMTE TRUPPE? WB_ Je nach Situation wird auch ein Einzelner gelobt. Lob ist un- heimlich wichtig für die Motivation, sowohl für das Team als auch die einzelnen Kameraden. Wichtig ist aber, dass man mit Maß an der richtigen Stelle lobt, damit das Lob einen Wert hat. INTERVIEWER \ Martin Brunner

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