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B2B Magazin 01 2016

23 Aktuell ganz groß: Virtual Reality und Bezahlfunktionen für das Handy. Die Zukunft, in der man nicht mehr aus dem Haus gehen muss, um die Niagara-Fälle in 3D zu sehen, ist zum Greifen nah. Wenn man seine Schwiegereltern erleben will, nutzt man einfach den Hologramm-Chat. Bezahlt wird per Handy. Diese Technologie hat übrigens Aldi Nord im Juni letzten Jahres eingeführt. Das sollte uns stutzig machen, schließlich hat ein Discounter, egal ob Süd oder Nord, nicht unbedingt den größtmöglichen Kundennutzen als Ziel. Sondern die eigene Effizienz. Was nicht verhindert, dass uns das Bezahlen per Handy als „Einstellen auf die veränderten Bedürfnisse“ verkauft wird. Außerdem werde der Bezahlvorgang dadurch noch weiter beschleunigt. Eben. Trotzdem: VR und Be- zahlung per Smartphone werden nicht mehr aufzuhalten sein, weil sie tatsächlich und objektiv eine Menge Möglichkeiten und Vorteile bieten werden. Nichtsdestoweniger sollte die Frage schon mal erlaubt sein, wem es eigentlich nutzt, wenn wir immer mehr Technik einsetzen, wenn wir unsere persönliche Kommunikation durch etwas anderes er­ setzen. Oder schreiben Ihre Mitarbeiter nicht auch lieber eine Mail, anstatt einfach zum Telefonhörer zu greifen? Dabei ist doch Kom- munikation eine der entscheidenden Komponenten einer frucht- baren Zusammenarbeit, da sind wir uns doch alle einig, nicht wahr? Warum lassen wir es zu, dass Mails Telefonate ersetzen, dass Calls und Videokonferenzen an Stelle persönlicher Treffen stattfinden? Was versprechen wir uns davon? Bedient die Technik unsere Bequemlichkeit, werden wir unverbindlicher, mithin weniger angreifbar? Sitzen wir am Ende dem ewigen Diktat von mehr Effizienz und mehr Geschwindigkeit auf? Bedient die Technik unsere Bequemlichkeit?

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