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B2B Magazin 02.2015

41 DIE URSPRÜNGLICHE IDEE DER POWERPOINT-ENTWICKLER, DEN VORTRAGENDEN MIT WENIGEN KOMPRIMIERTEN INHALTEN OPTISCH ZU UNTERSTÜTZEN, WIRD HEUTE VIEL ZU OFT VERGESSEN Die meisten PowerPoint-Präsentationen sind ein buntes Potpourri an allen möglichen ungefilterten Inhalten zum gezeigten Thema. Ein weiteres Manko ist, dass die wenigsten Menschen, die mit der Erstellung einer Präsentation beauftragt sind, auch nur die Grundlagen in Sachen Gestaltung kennen. PowerPoint bietet im Programm zahlreiche Schriften, Schriftschnitte und grafische Effekte an. Bild, Ton und Video werden problemlos eingebunden und das wachsende Angebot an Animationen und Folienübergängen wird gerne genutzt. So entstehen wilde, bewegte und bunte Folien ohne jedes inhaltliche Konzept, die einen gebildeten Gestalter verzweifelt ins Taschentuch schluchzen lassen. Die Frage, die wir uns als Agentur stellen: Wie können wir dieses wilde Treiben unterbinden? Wie schaffen wir es, dass Mitarbeiter, ob mit oder ohne gestalterische Vorbildung, eine Präsentation erstellen können, die optisch ansprechend ist, Informationen bündelt und ganz nebenbei noch die Anforderungen der eigenen Corporate Identity erfüllt? SEHEN WIR UNS DAS PROGRAMM ETWAS GENAUER AN PowerPoint bietet eine große Sammlung verschiedener Designs an. Die können Sie schön finden oder nicht – für eine Firmen­ präsentation eignen sie sich in den wenigsten Fällen. Es macht Sinn, eigene Designvorlagen nach den Richtlinien der Corporate Identity zu erstellen. Die Vorlagen werden beispielsweise auf dem zentralen Firmenserver abgelegt und sind für alle Mit­ arbeiter abrufbar. Solche sogenannten Templates sind nach einem bestimmten Gestaltungsraster aufgebaut: Bestandteile der Prä- sentation, wie zum Beispiel Firmenlogo, Fußzeile, Datum oder Paginierung, sind auf jeder Folie automatisch vorhanden und müssen nicht aufwendig nachträglich eingebaut werden. Schriftart, Schriftgröße, Platz und Anzahl der Bilder, Diagramme und Tabellen sowie eine gewisse Anzahl an verschiedenen defi­ nier­ten Farben lassen sich innerhalb dieses Gestaltungsrasters abrufen. Sie geben also Ihre Inhalte in die vorgegebenen Text- oder Bildplatzhalter und erhalten Folien, die ein einheitliches Erschei- nungsbild im Firmendesign ergeben. Trotz vorgefertigter Templates gibt es noch viel Spielraum, um Ihre Folien nach eigenem Geschmack zu gestalten. Das allerdings ist nicht nur Segen, sondern auch Fluch. Sobald Sie eine offene PowerPoint-Datei zur Verfügung haben, können Sie darin manuell alle dort vorgefertigten Angaben verändern. Das macht an manchen Stellen Sinn, weil eine Gestaltungsvorlage nicht alle erdenklichen Fälle abdecken kann und Sie eine gewisse Flexibilität benötigen. Es wird aber dann zum Debakel, wenn beispielsweise die empfoh- lenen Schriftgrößen extrem nach unten korrigiert werden, um möglichst viel Inhalt auf einer Folie zu platzieren. Oder wenn die vorgesehene Stelle für Bilder ignoriert wird und die Bilder frei verschoben werden. Besonders gruselig wird es dann, wenn mit Smartarts und Cliparts die Präsentationen „verschönert“ werden. Beispielhafte Folien aus den Webasto- Guidelines: Spezielle Funktionen von PowerPoint werden anhand von Elementen der Firmenpräsentation erklärt. 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 41 06.10.15 15:49 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 4106.10.1515:49

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