Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

B2B Magazin 02.2015

32 round table CD-Manuals sind eigentlich nie fertig. Unsere Runde stellte zunächst einen Trend zum gesunden Alltagspragmatismus fest: „Im Zuge der digitalen Transformation wird vieles ad hoc aus der Taufe gehoben – man muss sich schließlich ständig an neue Medien und Kanäle anpassen.“ Dadurch hinken CD-Manuals der Entwicklung immer ein wenig hinterher. Unternehmen und Agenturen antworten darauf meist mit der Trial-and-Error-Methode – einzelne Versuchsballons werden gestartet, um Erfahrungen zu sammeln und diese im Nachhinein im Manual festzuhalten. Das einheitliche Auftreten im Sinne der Marke wird also oft erst Schritt für Schritt erarbeitet: „Bei all dem Wandel ist Corporate Design der Versuch, Kontinuität in die Diskontinuität zu bringen“, wie Ansgar Seelen, Director Brand and Design bei Carl Zeiss es ausdrückt. ZWISCHEN EINFACHHEIT UND KOMPLEXITÄT Unternehmen müssen den Spagat zwischen einfach und einheitlich meistern. Viele der Mitarbeiter, die mit Corporate Design zu tun haben, sind Quereinsteiger und haben keine Design-Ausbildung genossen: „Mitarbeiter mit einem rein technischen Hintergrund arbeiten plötzlich an E-Learning- Tools mit – einen souveränen Umgang mit Design kann man von ihnen nicht sofort erwarten“, stellt Birgit Hanke fest. Sie müssen durch Schulungen unterstützt werden und brauchen einen Ansprech- partner für ihre Nachfragen. Fakt ist aber: Je mehr es in der Praxis zu tun gibt, umso strenger und umfangreicher wird ein CD. Corporate Design wächst mit den Aufgaben und wird durch den Umfang immer komplexer. Die vielen Anfragen aus allen Unternehmensbereichen schaffen Präzedenzfälle, die in den Manuals fest- geschrieben werden. Die Erwartungen an ein CD sind dabei von Mitarbeiter zu Mitarbeiter ganz unterschiedlich: „Manche wünschen keinen freien Umgang, sondern klare Vorgaben, an die sie sich halten können“, sagt Ann-Cathrin Rubin, die als Head of Communication Services bei der Zehnder Group unter anderem für die Weiterentwicklung und Einhaltung des CDs zuständig ist. Andere wiederum fühlen sich durch solche Regelwerke eher eingeschränkt: „Denen reicht eine Art Top 10 der Dos and Don’ts.“ Die Praxis zeigt, dass einfach umzusetzende und nicht zu umfangreiche CD-Vor- gaben am besten funktionieren. Man kann aber ein Corporate Design auch nicht beliebig reduzieren. Darum greifen viele Unternehmen auf vordefinierte Templates zurück, um schnell und effizient Medien und Kanäle mit CD-konformen Umsetzungen zu bedienen. Allerdings kommen hier wieder Einschränkungen ins Spiel: Mit solchen Tools lassen sich oft nicht die außergewöhnlichen Lösungen verwirklichen, die man bräuchte, um sich vom Wettbewerb abzusetzen. „Bei all dem Wandel ist Corporate Design der Versuch, Kontinuität in die Diskontinuität zu bringen.“ Ansgar Seelen „Mitarbeiter mit einem rein technischenHintergrund arbeiten plötzlich an E-Learning-Tools mit – einen souveränen Umgang mit Design kann man von ihnen nicht sofort erwarten.“ Birgit Hanke „Die Praxis verschärft unsere Vorgaben.“ Ann-Cathrin Rubin „Manchewünschenkeinenfreien Umgang,sondernklareVorgaben, andiesiesichhaltenkönnen.“ Ann-Cathrin Rubin „Im Zuge der digitalen Transformation wird vieles ad hoc aus der Taufe gehoben – man muss sich schließlich ständig an neue Medien und Kanäle anpassen.“ 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 32 06.10.15 15:49 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 3206.10.1515:49

Übersicht