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B2B Magazin 02.2015

25 GUTES DESIGN WIRKT UNBESCHEIDEN02 FA L S C H E PRÄMISSE Was denkt mein Kunde, wenn ich plötzlich mit einem visionären Markenauftritt aufwarte? Diese Frage stellen sich viele B2B-Unter- nehmen und bleiben darum oft für immer Hidden Champions. Der Grund ist oft ein Understatement, mit dem man nicht aus der Rolle des braven Zulieferers ausbrechen will. Viele haben sich da- ran gewöhnt, dass ihre Kunden bekannt sind, nicht aber sie selbst. Man schreckt davor zurück, hochwertigere Fotos oder durch- dachteres Grafikdesign als der eigene Kunde zu haben. Dahinter steckt die Angst, der Kunde würde denken, man habe nichts Bes- seres mit seinem Geld zu tun, als es für Werbung zu vergeuden. Stattdessen könne man ja lieber mal ein paar Euro mit dem Pro- duktpreis runtergehen. GUTES DESIGN HAT NICHTS MIT UNBESCHEIDENHEIT ZU TUN Bescheidenheit und sich nicht aufdrängen oder sich nicht wich- tiger als der Kunde machen zu wollen, ist ja keine schlechte Eigen- schaft. Aber muss Bescheidenheit auch gleich Unsichtbarkeit bedeuten? Um mal einen ungewöhnlichen und nicht respektlos gemeinten Vergleich zu wagen: Papst Franziskus zum Beispiel sagt man nach, ein sehr bescheidener Mann zu sein. Und er trägt keine teuren Maßanzüge, tritt aber trotzdem immer gut angezogen auf. Und vor allem so, dass man ihn als den erkennt, der er ist. Und jeder weiß, für welche Werte er steht. Er ist eine Marke, die trotz eines konsistenten Designs nicht unbescheiden auftritt. Sich nicht zu trauen, ein klares Bild in der Öffentlichkeit abzugeben, ist also falsch verstandenes Understatement. Die Kunden danken es einem selten, dass man es verpasst hat, ein Markenprofil aufzubauen. Im Gegenteil – mit der Strahlkraft einer guten Marke ausgestattet, kann man manchmal entspannter in Preisverhandlungen gehen. 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 25 06.10.15 15:49 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 2506.10.1515:49

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