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B2B Magazin 02.2015

16 REGELN UND ENTREGELN Design zwischen Dogma und Anarchie REGEL NUMMER 1: Regeln einhalten. Manches Layout wäre witziger, wenn der Grafiker das nicht müsste. Aber leider ist das so: Ein gutes CD-Manual muss weltweit von vielen Grafikern nicht für gut befunden werden, aber eindeutig anwendbar sein. Das schränkt oft die kreativen Möglichkeiten ein, was wiederum dem Naturell des Ge- stalters nicht entspricht. Oft wird dann getrickst. Innerhalb der Design-Richtlinien gibt es nämlich Grauzonen, und die werden ausgeschöpft, bis dem Designer die CD-Oberauf- sicht aus der Marketingabteilung auf den Klick-Finger haut. REGEL NUMMER 2: Regeln sind dazu da, sie zu brechen. Denn die Grenzen zwischen Design und Kunst sind so fließend wie die zwischen Realität und Traum. „Form follows function“, ja das stimmt schon. Aber es stimmt auch, dass der Designer immer wieder Normen brechen darf oder vielleicht sogar muss. Verschwenderischer Umgang mit kostbarem Weißraum oder Großbuchstaben weglassen, weil die das Schriftbild stören. Ganze Copytexte in Versalien und mit einem Zei- lenabstand, der ein Lesen des Textes unmöglich macht. Auch das ist Design. „AUF DIE EXPLOSION DER UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN FOLGT DIE IMPLOSION IHRER BEHERRSCHUNG.“ Kurt Weidemann, Typograf und Gestalter „HAVE FUN.“ „NEVER USE GUIDELINES.“ „BE OPEN TO ACCIDENTS.“ (Quelle: newinzurich.com, Artikel von Caitlin E. Krause) David Carson, Grafik-Designer und Surfer 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 16 06.10.15 15:49 5361_B2B_Magazin_02_2015.indd 1606.10.1515:49

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