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B2B Magazin 01 2015

81 Sie entfalten also eine Welt voller komplexer Aromen? SB_ Ja, absolut. Die Currys müssen nicht unbedingt auf einer Wurst landen. Durch die komplexen und vielseitigen Aromen eignen sich die verschiedenen Currys für eine Vielzahl von unterschiedlichen Gerichten jenseits der Wurst. Das Purple Curry bietet sich zum Beispiel hervorragend für Meeresfrüchte an. Ich persönlich benutze das „Curry Queen“-Curry gerne für die Zubereitung von Wild. Hat Ihre Currywurst noch etwas mit einer „banalen“ Currywurst zu tun? SB_ Sie sieht vom Prinzip her ähnlich aus. Im Norden isst man gerne rote Currywurst. Wir sind wieder zurück zur westfälischen Variante oder Berliner Variante, einer Kalbsbratwurst. Diese besteht aus 30 % Kalbfleisch und ist sehr fein. Sie ist sehr gut gewürzt, weist einen geringen Wasseranteil und dafür einen hohen Fleischanteil auf. Und am besten schmeckt sie mit unseren Curryvarianten und unserem selbstgemachten Ketchup, da hat man dann schon ein anderes, ein nachhaltiges Gefühl. Sie beziehen Ihre Gewürze vom Sternekoch Ingo Holland. Wie kam es dazu? SB_ Als gern essender und reisender Mensch war ich vor vielen Jahren mit meiner Geschäftspartnerin in Klingenberg in einem Sternerestaurant. Zu dieser Zeit hatte Holland parallel angefangen, Gewürze zu produzieren und zu verkaufen. Mittler­weile konzentriert er sich nur noch auf die Gewürze und ist der führende Händler für gehobene Gewürze in Deutschland. Wir haben Ingo dann gefragt, ob er für uns Currys machen kann. Seitdem mischt er alle unsere Gewürze selber. Unser Hauscurry, das „Curry Queen“, das es nur bei uns im Laden gibt, hat er erfunden. Schärfe ist ja ein Trend beim Essen. Inwiefern gelangt man da bei Ihnen an seine Grenzen? SB_ Schärfe ist erst mal subjektiv und relativ empfunden, je nach- dem, wie die Schmerzrezeptoren trainiert sind. Wir haben nur natürliche Stoffe, keine künstlichen. Das heißt, wir verwenden nur Chilis, die es auch wirklich gibt. Das Bhut Jolokia ist das schärfste Chili, das momentan auf dem Markt ist. Damit ist dann bei uns auch Schluss. Natürlich testen manche ihre Grenzen aus, aber wir bewegen uns immer in einem gesunden Rahmen. Hier muss niemand Angst haben, dass er vor lauter Schärfe ohnmächtig wird. Der Genuss steht immer im Vordergrund! INTERVIEWER \ Gabriel Doser DIE SECHS EINZIGARTIGEN CURRY-AROMAWELTEN: Purple Curry Das Einstiegscurry, sehr mild und fruchtig. Der hohe Hibiskus-Anteil sorgt für die purpurne Farbe. Mumbai Curry Dieses Curry wird nicht nur für die Currywurst verwendet, sondern auch für das eigene Eis. Durch den hohen Vanilleanteil ist es gut für Nachtische geeignet. Jaipur Curry Mittelscharfes Curry, kräftig gelb durch das Kurkuma-Gewürz. Es hat einen hohen Zitronengras­ anteil und eine leichte Röstung. Anapurna Curry Der Klassiker. Mittlere Röstung, etwas rustikaler mit einem ordentlichen Anteil Knoblauch und Ingwer. Es ist insgesamt kräftiger und hat eine mittlere Schärfe. „Curry Queen“ Scharfes Curry, das Haus-Curry. Mit Paprika, Zimt und Sternanis. Sehr kräftig im Geschmack mit orientalischer Note. Curry Dragon Sehr scharfes Curry durch die Verwen- dung von verschiedenen Habanero- und Bhut-Jolokia-Chilischoten. Inoffiziell Das schärfste natürliche Curry. Bhut Jolokia pur für das richtig scharfe Geschmackserlebnis.

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