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B2B Magazin 01 2015

58 fachartikel Apple Google Coca-Cola IBM Das Argument, dass die Bedeutung der Marke abnimmt, folgt einer bemerkens- wert klaren Logik: Die wichtigste Rolle einer Marke ist es, dem Konsumenten die Kaufentscheidung zu erleichtern. Wenn der Konsument direkten Zugang zu Informationen hat, die ihm helfen, seine Entscheidung zu treffen, wie beispiels­ weise Bewertungen von Usern oder Expertenmeinungen, dann nimmt der Wert einer Marke ab. Die Befürworter dieser Theorie weisen als zwingenden Beweis auf das explosionsartige Wachstum des Mobile Web hin. Unbestreitbar sind wir nicht weit entfernt von der Zukunft, die Simonson und Rosen beschreiben: eine Zukunft, in der die meisten westlichen Konsumenten jederzeit Zugang zu der angesammelten Masse an Bewertungen zu jedem Produkt haben. Dennoch wird die Theorie vom „Tod der Marke“* heute auch nicht wahrer als vor 15 Jahren, als Varian und Shapiro eben jenen ankündigten. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall. Die Digi­ talisierung durchbricht den Markt – und Marken werden wichtiger und wertvoller. Schauen Sie einmal auf die unterschiedlichen Marken­ rankings: Digitale Marken wie Apple, Google, Microsoft, IBM, Intel und Samsung sind in den Top 10 der meisten Rankings. Und das nicht, weil Marken wie Coca-Cola, McDonald’s und Mercedes weniger wertvoll geworden wären. Die digitalen Marken haben sie turbogeladen überholt: Wenn Marken in der digitalen Welt wirklich unwichtig sind – warum ist diese dann voll von ihnen? Warum suchen so viele Men- schen über Google statt über Bing, obwohl nur Experten die Genauigkeit der Suchergebnisse beurteilen können? Warum ist Apple zum wert­ vollsten Unternehmen der Welt geworden – mit überteuerten Produkten und minderer Qualität? ➔ * Gemessen anhand einer Finanzanalyse, der Kauffak- toren für Konsumenten und des Images einer Marke. Siehe auch B2B – Das Magazin 1/2014 zum Thema Wert. 4 2 1 3

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