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B2B Magazin 01 2015

57 Als das Internet noch jung war, glaubten viele, dass Marken durch das Wachstum des Internets bald der Vergangenheit angehören würden. Führende Wirtschaftswissenschaftler vertraten diese Sicht – inklusive Carl Shapiro und Hal R. Varian. 1999 verfassten sie das einflussreiche Buch „Information Rules“ (Varian ist heute Chief Economist bei Google). Das Buch sagte voraus, dass die Bedeutung von Marken schrumpfen würde, da die Menschen Zugang zu mehr und mehr freier Information haben würden. Das war definitiv falsch. Tatsächlich ist das Web dominiert – und zwar von ein paar wenigen Marken. Dennoch ist die Vorstellung, dass ein größeres World Wide Web automatisch kleinere Marken bedeutet, erstaunlich hartnäckig. Erst kürzlich schrieben der Stanford-Professor Itamar Simonson und der Autor Emanuel Rosen in ihrem neuen Buch „Absolute Value: What Really Influences Customers in the Age of (Nearly) Perfect Information“ und in ihrem vor kurzem veröffentlichten Blog-Post, dass Marketingverantwortliche die Auffassung, dass Marken von entscheidender (Kauf-)Bedeutung für die Kunden sind, neu bewerten sollten. Sie behaupten, dass „Marken weniger benötigt werden, wenn Konsumenten die Produktqualität durch viel bessere Informati- onsquellen wie Bewertungen anderer User, Expertenmeinungen oder Informationen von Menschen, die sie durch Social Media kennen, bewerten können“.

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