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B2B Magazin 01 2015

55 Wie können Marketingabteilungen dieser Aufgabe gerecht werden? HK_ Gegenüber dezentral und eigenständig agierenden Regi- onen muss das Marketing sein Rollenverständnis ändern – weg vom zentralen Durchsetzen hin zum Dienstleister. Die Märkte als Kunden gewinnen, Dienstleistungen anbieten, gemeinsam Lösungen entwickeln und vorantreiben. Das Mar- keting wird sich neu balancieren zwischen sinnvollen zentralen Regelungen und den Freiheiten, die spezifischen Möglichkeiten des Marktes zu nutzen. Als Handlungsgrundlage werden klare Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Bereiche und strategische Vor­ gaben benötigt. Noch wirkungsvoller sind Strukturen und Verantwortlichkeiten die automatisch zu Veränderungen im Denken und Verhalten führen. Genau in diesem Sinne hat sich ja auch RTS Rieger Team für die zukünftige B2B-Kommu­ nikation 4.0 umstrukturiert. Kommen wir noch mal zurück auf die zweite große Herausforderung. Wie werden Unternehmen schneller? HK_ Das heißt für mich nicht schneller zu arbeiten, nicht mehr oder länger, sondern anders. Sinnvoller, konzentrierter, agiler, iterativ. Auch hier ist ein Musterwechsel angesagt. Statt einen Marketingprozess neben dem Tagesgeschäft mit vielen Schritten und Abstimmungen über einen langen Zeitraum zu erledigen, geht das auch in ein, zwei Tagen. Spannen Sie die Leute zusammen, die man aus dem Unternehmen und der Agentur braucht, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Prozesse lassen sich so signifikant beschleunigen – vom Briefing zur Ideenfreigabe in max. 48 Stunden. Mit Methoden wie Hackathon und Agenturcamp hat RTS Rieger Team ja selber blendende Erfahrungen gemacht. Und welches Beschleunigungspotenzial gibt es im Tagesgeschäft? HK_ Entwicklungen wie Social Media zwingen Unternehmen dazu, schnell reagieren zu müssen. Aber welche Unternehmen sind heute schon in der Lage, innerhalb weniger Stunden zeit- kritische Themen zu bearbeiten, Lösungen zu entwickeln, zu entscheiden und unmittelbar umzusetzen? Auch die meisten Agenturen haben diese Fähigkeiten nicht. Es muss nicht gleich 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen die Woche bedeuten. Die Unternehmen und ihre Agenturen brauchen Strukturen, Prozesse und Entscheidungsmecha- nismen, die Ergebnisse in wenigen Stunden ermöglichen. INTERVIEWER \ Martin Klaiber VITA Hans-Gerhard Kühn, Der AgenturCoach, berät Inhaber und Geschäftsführer von Kommunika- tionsagenturen und Marketingorganisationen. Intelligente Strukturen und Prozesse, wirkungs- volle Führung, Selbstorganisation von Menschen und Teams. www.derkuehn.de

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