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B2B Magazin 01 2015

37 Der Wandel der Musikindustrie: Am Beispiel Musik erkennt man gut, wie sich die Konsumgesellschaft verändert. Digitale Transformation: Nur Unternehmen, die sich heute aktiv und engagiert der digitalen Transformation widmen und den eigenen organisatorischen Wandel vorantreiben, werden belohnt. Konsumenten- und Service-Orientierung sowie digitale Experimen- tierbereitschaft sichern Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg in den Märkten der Zukunft. Viele Branchen und Industrien können ein Lied davon singen, was es bedeutet, in die Dynamiken der digitalen Transformation zu geraten. Frühzeitig, schon Ende der 80er Jahre, ereilte die erste große digitale Disruption die Musikindustrie: Schallplatten und CDs wurden durch die Erfindung von MP3 quasi überflüssig und ihre Inhalte noch einfacher teilbar, iTunes kam auf. „Es geht darum, den Wandel durch den Einsatz neuer Technologien aktiv mitzugestalten.“ Die Digitalisierung der Musikindustrie ging stetig weiter, neue disruptive Anbieter schufen mit Streaming-Angeboten im Abonne­ ment eine völlig neue Situation: weg vom Besitz hin zum tempo- rären Nutzungs- oder Mietmodell. Immer weniger Alben werden heute gekauft, sondern über schnell wachsende, intuitiv zu nutzende digitale Dienste wie Spotify oder Deezer geliehen und genutzt. Das Erstarken dieser heute mächtigen Alternativen ist die Folge einer damals wie heute ungeschickten Verteufelungs-Reaktion der Musik­branche und das klassische Beispiel für verpasste Chancen. Am Beispiel der Musikdienstnutzung lässt sich auch erkennen, wie sich die Konsumgesellschaft verändert. Der durch Technologie befähigte Konsument ist nicht nur schneller und vernetzter als früher. Er fordert auch sofortige, flexible, situative Lösungen und kennt keine Loyalitäten gegenüber langjährig etablierten Anbietern oder Nutzungsformen. Wer im Markt bleiben will, muss sich also über Innovationen informieren und aktuelle Geschäftsmodelle laufend infrage stellen, anpassen und gegebenenfalls unter Aufgabe der bisherigen Position revolutionieren. Flexibles, experimentelles Verhalten bekommt einen größeren Stellenwert in der Strategievariation.

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