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B2B Magazin 01 2015

27 3.Die B2B-Kommunikation der Zukunft ist intelligent, vernetzt, persönlich Wie die neue Produkt-, Leistungs- und Service-Generation wird sich auch die Kommunikation weiterentwickeln. Sie wird durch die Digitalisierung verändert werden. Ich möchte an dieser Stelle keinen der unzähligen Beiträge wiederkäuen, die in jüngster Vergangen- heit in den Fachtiteln rauf- und runterpubliziert wurden. Darin ist in der Regel immer mehr oder weniger dasselbe zu lesen: Kom­ munikation, vor allem auch B2B-Kommunikation, wird starken Veränderungen unterworfen sein, die dann mit fünf bis neun verschiedenen Trends oder Forderungen dargestellt werden. Regel- mäßig auftauchende Inhalte sind dabei erstens: die zunehmende Mobilität der Menschen und damit das Bedürfnis, auch unterwegs always on und mit allem versorgt zu sein, was uns interessiert. Zweitens: die große Keule Social Media, die von den Digitalkommu­ nikatoren dieser Welt immer ausgepackt wird. Drittens: mehr Informationen, zeitnäher und aktueller denn je. Viertens: zuneh- mende Globalisierung, durch Digitalisierung in mehreren Dimen­ sionen beeinflusst und vorangetrieben, wie etwa neue Formen der Kollaboration auf digitalen Plattformen über Kontinente und Zeitverschiebungen hinweg zeigen. Fünftens: Big Data. Schon alleine die Erwähnung dieses Buzzwords löst bei den Lesern in der Regel Atemnot und Ehrfurcht aus. Sechstens: Multi-, Multi-, Multichannel. Immer mehr, immer öfter, immer verschiedener oder wie man das auch immer umschreiben will. Sie sehen, da sind zum Teil ziemlich alte Hüte dabei. Es bringt Ihnen auch nichts, sich permanent von diesen Themen verrückt machen zu lassen. Denn von einem kann sich der Marketer der Zukunft meines Erachtens ein für alle Mal verabschieden: es allen und jedem recht zu machen. Mit seiner Marke omnipräsent zu sein, wahrnehmbar, jederzeit, in voller Pracht. Dazu ist die Welt der B2B-Kommunikation schlicht und einfach zu kompliziert geworden. Und es mag sein, dass wir alle nicht umhinkommen, uns dieser Komplexität zu stellen und sie anzunehmen, als das, was sie ist: schwierig. Aber trotzdem tut es gut, sich vor der intensiven Beschäftigung mit den erwähnten Trends und den ganzen weiteren Musts wie Content-Marketing (als ob wir bisher keinen Content gehabt hätten) oder Marketing-Automation oder, oder, oder einmal auf das zu besinnen, worum es eigentlich geht. Mir fallen dazu drei Stichworte ein: intelligent, vernetzt, persönlich. Intelligent, weil es einfach im Jahr 2015 nicht sein kann, welch hirnlose Art von B2B-Kommunikation mir immer noch entgegenschreit, wenn ich eine Fachzeitschrift zum Beispiel aus der Kälte- und Klima- technik durchblättere. Vernetzt, weil es im Land der unbegrenzten digitalen Möglichkeiten nicht mehr sein kann, dass mir kommu­ nikative Insellösungen vorgesetzt werden und ich mir die Informa- tionen, die für mich relevant sind, irgendwie zusammenklauben muss. Und persönlich, weil ich gelernt habe, dass zum Beispiel das Internet ein Gedächtnis hat. Das passt mir zwar nicht immer, aber warum soll ich nur in den Genuss der unbequemen Auswirkungen dieser Entwicklungen kommen? Und mit persönlich meine ich übrigens nicht die Cookie-Strategien der Online-Händler, die nach dem Erwerb meiner neuen schwarzen Lederjacke dafür sorgen, dass mir bei jedem Google-Besuch weitere schwarze Lederjacken angeboten werden. Hallo! Ich habe schon eine, ich brauche jetzt nicht gleich wieder eine!

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