Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

B2B Magazin 01 2015

24 1 leitartikel Die wesentlichen Treiber der B2B-Unternehmen Drei wesentliche Treiber spielen für die Befragten der PwC-Studie eine maßgebliche Rolle in diesem Wandel: Erstens bieten neue Technologien zahlreiche Möglichkeiten zur besseren Steuerung horizontaler und vertikaler Wertschöpfungsketten. Sprich: Es werden Produktivitätssteigerungen von mehr als 18 % in den nächsten fünf Jahren erwartet. Dabei behauptet knapp ein Fünftel der Unter- nehmen, seine Schlüsselprozesse entlang der Wertschöpfungskette bereits digitalisiert zu haben, in fünf Jahren sollen es 85 % sein, die in allen wichtigen Unternehmensbereichen Industrie-4.0- Lösungen implementiert haben werden. Der zweite Treiber liegt in den eigenen Produkten und Dienstleis­ tungen. Die Digitalisierung führt zu Intelligenz und Vernetzung der Erzeugnisse und Leistungen und steigert somit die Wettbewerbs­­ fähigkeit der Unternehmen. Erwartet werden 2 bis 3 % Umsatz­ steigerung in den nächsten Jahren, alleine ausgelöst durch diese Effekte. Als dritter zentraler Treiber werden die neuen, teils disrup­ tiven digitalen Geschäftsmodelle gesehen. Die Befragten erwarten hier, dass diese Entwicklung eng mit einer erheblichen Zunahme von Kooperationen über die Wertschöpfungsketten hinweg verbunden sein wird. Hinzu kommen die integrierte Nutzung und Analyse von Daten, die mehr Transparenz in Kundenbedürfnisse und -Nutzen bringen werden und neue Geschäftsmodelle so erst ermöglichen. Selbstverständlich bringt die Studie auch zutage, dass neben den unklaren Businesscases auch das Fehlen von Standards und die zahlreichen offenen Fragen etwa im Bereich der Datensicherheit für ein gewisses Unbehagen sorgen. Auch die passende Qualifizierung zukünftiger Mitarbeiter zunehmend digitalisierter Unternehmen gilt als eine Hürde, die noch genommen werden muss. Aber so ist das nun mal mit der Zukunft, in der Regel weiß man selten ganz genau, was da auf einen zukommt. Ein Thema vernachlässigt die Studie jedoch – typisch B2B – gänzlich: Marketing und Kommunika­ tion. Dabei werden genau diese beiden Disziplinen innerhalb der nächsten Jahre Schlüsselpositionen in der digitalen Transformation einnehmen. Und zwar meiner Meinung nach in drei fundamen- talen Dimensionen. Erstens: kein Wandel ohne Kommunikation Wenn zum Beispiel – um die Kernaussagen der Studie aufzu­ greifen – Industrie 4.0 das gesamte Unternehmen transformieren wird und deshalb auf die CEO-Agenda gehört, dann haben wir es mit einem gigantischen Change-Prozess zu tun, der die Industrie aktuell ergreift. Menschen mögen den Wandel nicht. Veränderungen sorgen in der Regel zuallererst für Widerstände. Oft wehren wir uns regelrecht, auch wenn die vernünftigeren Argumente ganz eindeutig aufseiten des Wandels liegen. Das liegt schon alleine daran, dass unser Gehirn gerne auf Bewährtes setzt und uns bevorzugt im Autopilot bekannte Dinge automatisiert und energiesparend erledigen lassen will (siehe dazu Ausgabe 1/2010 des B2B Magazins zum Thema Neuromarketing). Neues zwingt uns zum Nachdenken, verändert unsere Gewohnheiten und fordert uns einfach dadurch, dass es eben neu und unbekannt ist.

Übersicht