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B2B Magazin 01 2015

23 Jahre beschäftigen. Am Beispiel des selbstfahrenden Autos zeigt sich vermutlich die gesamte Tragweite der digitalen Transformation für Unternehmen und warum sie derzeit mit dieser Mischung aus Unsicherheit, Staunen, Zuversicht und Vorfreude betrachtet wird. Im Großen und Ganzen geht es um vier Effekte: Erstens entstehen vollkommen neue, disruptive Geschäftsmodelle, die für Kunden signifikanten Nutzen bringen und deshalb sehr begehrenswert sind. Für etablierte Unternehmen in bestimmten Märkten bedeutet das, dass sie es plötzlich mit vollkommen neuen Konkurrenten zu tun haben. Die Grenzen zwischen manchen Branchen verschwinden mehr und mehr, wie man am Beispiel Google sieht: Suchmaschinen­ betreiber auf der einen Seite, klassischer Automobil­bauer auf der anderen Seite. Diese Erkenntnis kann schon mal Unruhe auslösen. Innovation basiert heute praktisch immer auf digitaler Technologie Der zweite Effekt: Wenn etwas Neues entsteht, dann auf der Basis digitaler Technologie. Nahezu jedes neue, disruptive Produkt hat dort seine Wurzeln. Drittens: Wir haben es wahrhaftig nicht mit einer schleichenden Entwicklung zu tun, sondern mit einer Revolu­ tion. Die Innovationskraft, die in den neuen Geschäftsmodellen liegt, ist brachial. Digitale Technologien sind ohne weiteres in der Lage, bestehende Produkte oder Dienstleistungen innerhalb kurzer Zeit vom Markt zu verdrängen. Was nicht zuletzt an der vollständig fehlenden Loyalität der Konsumenten gegenüber veralteten und überholten Techniken liegt. Viertens: Deutsche Unternehmen liegen beim Megatrend der Digitalisierung eigentlich ganz gut im Rennen. Das bestätigt die Studie von PwC zum Thema „Industrie 4.0 – Chancen und Herausforderungen der vierten industriellen Revolu- tion“. Ende 2014 wurden in deren Rahmen 235 deutsche Industrie­ unternehmen befragt. Vornehmlich aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Prozessindustrie, Elektrotechnik- und Elektronik­ industrie sowie aus den Bereichen Information und Kommunikation. Ein wesentliches Ergebnis: Die Befragten erwarten eine nahezu vollständige Transformation ihrer Unternehmen und haben erkannt, dass dazu erhebliche Investitionen nötig sind. Nach ihrer Einschät- zung wird der Anteil der Investitionen in Industrie-4.0-Lösungen bei über 50 % der geplanten Ausrüstungsinvestitionen der nächsten fünf Jahre liegen. Hochgerechnet ergibt das eine Summe von 40 Milliarden Euro jährlich bis 2020.

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