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B2B Magazin 01 2015 - Im Interview mit Repräsentantin Christa Klubert

20 ansichten WIE VERÄNDERT SICH FOTOGRAFIE IM WANDEL DER ZEIT UND WAS BLEIBT GENAU DADURCH GLEICH? DIE REPRÄSENTANTIN CHRISTA KLUBERT RESÜMIERT, WIE DIE ALTE KUNST DER FOTOGRAFIE AUCH IN DIGITALEN ZEITEN AN ATTRAKTIVITÄT NICHTS EINGEBÜSST HAT, SONDERN AUF ANDEREN EBENEN GEWINNT. GESPANNT BLICKT SIE AUF DIE ENTWICKLUNG DER INHALTLICHEN MOTIVE DER ZUKUNFT. Inwieweit ändert sich die Fotografie durch neue Kanäle? CK_ Heute hat jeder ein Smartphone in der Tasche, das mit Hilfe von Software in der Regel einigermaßen gute bis sehr gute Fotos macht. Es ist also vor allem die Masse, die schiere Flut an Bildern, die unsere Sehgewohnheiten und damit auch die Fotografie verändert. Dies spiegelt sich zum Teil auch in der Arbeit der Berufsfotografen wider. Viele arbeiten die Stilistik dieser neuen, fließenden Foto- grafie in ihre Arbeiten ein. Manche Fotos sind nicht viel mehr als mit großem Aufwand inszenierte Schnappschüsse. Auch die Stilis­ tik der Selfies findet sich immer häufiger in der Arbeit von Profis. Auf der anderen Seite entstehen in dieser Flut gleichförmiger Bilder immer wieder Fotos, die völlig unabhängig von Technik und Medium herausstechen. Kommuniziert die Fotografie heute anders als früher? Inwiefern? CK_ Das einzelne Bild hat seinen monolithischen Charakter verloren. Fotos werden in sozialen Netzwerken geteilt und verbreiten sich auf diese Weise ganz anders als früher. Auch hier hat es eine Veränderung von der starren Vermittlung, etwa durch gedruckte Magazine, hin zu einer fließenden Verteilung gegeben. Wenn Fotos dieses virale Momentum nicht aufweisen, gehen sie schnell unter, ganz egal wie aufwändig sie produziert sind. Kann man in Zeiten von Photoshop und Co noch von der Kunst des Fotografierens sprechen? CK_ Die Kunst wandelt sich, so wie sich unsere Welt wandelt. Wir versuchen in unserer Arbeit als Repräsentanz unvoreingenommen an dieses Thema heranzugehen und finden immer wieder Talente, die der Kunst auf ihre ganz eigene Weise begegnen. Was ist Ihrer Meinung nach Fotografie 4.0? CK_ Das Pendel schwingt hin und her. Aber niemand weiß, wie das „Hin“ und das „Her“ aussehen. Zum Glück. Im Moment packen viele Fotografen ihre analogen Kisten aus. Die Romantik des grobkörnigen Abzugs wird wiederentdeckt. Aber das sind nur Spielarten. Interessanter ist die Frage nach den inhaltlichen Motiven der Zukunft. Wie ändert sich unser Menschenbild, wenn eine Gesellschaft zunehmend narzisstisch wird? Wir sind gespannt!

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