Von wegen optional_

Wer heute bei Websites nicht an mobile Endgeräte denkt, hat morgen verloren.

SIEBEN ERKENNTNISSE ZU MOBILE DESIGN ENDLICH IST DIE WEBSITE ONLINE, DA ZÜCKT PLÖTZLICH JEMAND SEIN HANDY UND MEINT NUR: „OH, HIER SIEHT DAS ABER VERSCHOBEN AUS.“ WENN DAS PASSIERT, HAT WAHRSCHEINLICH JEMAND GEDACHT, DAS MOBILE DESIGN KÖNNTE MAN SICH AUCH SPAREN ODER...

SIEBEN ERKENNTNISSE ZU MOBILE DESIGN


ENDLICH IST DIE WEBSITE ONLINE, DA ZÜCKT PLÖTZLICH JEMAND SEIN HANDY UND MEINT NUR: „OH, HIER SIEHT DAS ABER VERSCHOBEN AUS.“ WENN DAS PASSIERT, HAT WAHRSCHEINLICH JEMAND GEDACHT, DAS MOBILE DESIGN KÖNNTE MAN SICH AUCH SPAREN ODER MAL NEBENHER ABHANDELN. UM HERAUSZUFINDEN, WIE DAS MIT DEM MOBILE DESIGN BESSER KLAPPT, HABE ICH BEI UNSEREN EXPERTINNEN STEPHANIE UND NICOLE EIN BISSCHEN GENAUER NACHGEFRAGT.

Bildschirmfoto 2015-10-16 um 08.45.24Es gibt Unterschiede zwischen einer Website als Desktop- und als mobiler Variante. Trotzdem tun viele Agenturen immer noch so, als ob ignorieren eine Option wäre. „Das darf heutzutage eigentlich nicht mehr zur Debatte stehen. Es wird immer noch oft überlegt, ob man eine Website responsive und mobile first anlegt oder nicht, dabei sollte das eigentlich Standard sein.“

Bildschirmfoto 2015-10-16 um 08.45.36Lieber viel Zeit für die Konzeption aufbringen, statt wild Layouts zu erstellen. Es muss von Anfang an klar durchdacht sein, welche Inhalte später auch in der mobilen Version zum Einsatz kommen und wie die Seitenmechanismen funktionieren. „Im Idealfall gibt es kaum Layouts, stattdessen definiert man Parameter wie Farben, Schriften, wie ein Button aussieht oder einzelne Module.“ Wichtig dabei ist vor allem, Kunden von Anfang bis Ende eng einzubinden.

Bildschirmfoto 2015-10-16 um 08.45.44Mobile Nutzer sind unbarmherzig. Während man zuhause vielleicht auch mal die vierte Ebene einer Website anklickt, sieht das mit dem Smartphone ganz anders aus. „Nutzer müssen schnell und zielgerichtet an die Infos gelangen, für die sie überhaupt die Seite aufrufen.“ Sonst sind die Nutzer nämlich weg. Deshalb ist es umso wichtiger, aus für den Nutzer relevanten Inhalten echten Mehrwert für ihn zu schaffen. Wer beispielsweise einen Webshop aufruft, soll auch möglichst schnell einkaufen und bezahlen dürfen – ohne vorher mit Unternehmensinfos erschlagen zu werden.

Bildschirmfoto 2015-10-16 um 08.45.51Smartphones und Tablets gibt es in unzähligen Größen und Ausstattungen. Vor diesem Hintergrund ist eine Standardlösung, die auf wirklich jedem existierenden Gerät exakt gleich aussieht, unmöglich. Man kann es versuchen, aber das wäre irgendwie Kommunismus. Der richtige Weg ist, Websites so umzusetzen, dass sie nicht auf jedem Display gleich, sondern gleich gut aussehen. Für den User äußert sich das im größten praktischen Nutzen. „Auf ein Display müssen die Inhalte nicht nur draufpassen, man muss sie schließlich auch lesen können und beim Tippen mit dem Finger die richtigen Flächen treffen.“

Bildschirmfoto 2015-10-16 um 08.46.01Usability und Content sind wichtig, viele bunte Bilder nicht so Mobile ist also vor allem praktisch, mehr Taschenmesser als Damaszener-Klinge mit Perlmuttgriff. Bei Mobile sind die Bedienbarkeit und der Content das Wichtigste. „Es muss schnell sein und funktionieren.“ Denn die User greifen oft mit ihrem mobilen Internet auf die Website zu, lange Ladezeiten aufgrund von aufwendigen Animationen und großen Bilddateien sind deshalb in jedem Fall zu vermeiden. Der Universalanspruch jedes Designs muss es sein, alle Nutzer mit individuellen und f lexiblen Medienerlebnissen zu begeistern.

Bildschirmfoto 2015-10-16 um 08.46.08Durch die nachfolgenden Generationen wird Mobile immer wichtiger. Schon heute geht auf den kleinen Begleitern teilweise mehr als auf Desktop-PCs, beispielsweise dank eines immer aktuellen Betriebssystems. Während Programmierer über den leider immer noch genutzten Internet Explorer f luchen, auf dem nie etwas so läuft, wie es soll, funktioniert die Mobile-Variante eigentlich immer. In vielen Haushalten hat das Smartphone dem klassischen Computer längst den Rang abgelaufen.

Bildschirmfoto 2015-10-16 um 08.46.17Schwierig ist eigentlich nur das Umdenken. „Eine Website pixelgenau in Photoshop aufzubauen und dann 1 : 1 ins Web zu stellen funktioniert heute nicht mehr.“ Die vielen Endgeräte und Rahmenbedingungen machen das schlichtweg unmöglich. Die Herausforderung besteht also darin, sich von dieser starren Denke zu lösen und die Umsetzung ganz f lexibel anzugehen.

 

AUTOR \ Gabriel Vocasek