Outletcity Metzingen: Einfach drauflosshoppen

Lifestyle
\\ September 29, 2014

\\ B2B 02/2014

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Die Outletcity Metzingen ist einzigartig in Deutschland. Mitten in einer schwäbischen Kleinstadt kaufen nationale und internationale Gäste täglich Kleidung und Accessoires von Weltmarken wie Hugo Boss, Prada, Escada, ERMENEGILDO ZEGNA, Tommy Hilfiger und vielen mehr. Wir haben mit Wolfgang Bauer, CEO der Holy AG, gesprochen und erfahren, dass Einkaufen nur ein Thema ist, das die Organisatoren der Outletcity bewegt.


Einfach drauflosshoppen

Tradition trifft Moderne


Oder mit anderen Worten: Fashion & Design meets Real Estate. Seit 1995 verwaltet die Holy AG die Outletcity Metzingen mit allem, was dazugehört. Und das mit einem Resultat, das Wolfgang Bauer, Vorstandsvorsitzender der Holy AG, manchmal selbst zu überraschen scheint.


Im Jahr 1923 war in Metzingen noch lange nichts davon zu spüren, dass das Städtchen eines Tages jährlich mehrere Millionen Besucher aus aller Welt anlocken würde. 3,5 Millionen, um genau zu sein. Nein, im Jahr 1923 gründete lediglich ein Mann namens Hugo Ferdinand Boss eine Firma zur Herstellung von Berufs-kleidung. Einige Jahre später, im Jahr 1975, eröffnete Hugo Boss einen Fabrikverkauf für Firmenangehörige. Die Firmenangehöri-gen brachten ihre Familien mit. Die Familien brachten wiederum ihre Freunde mit – und der Fabrikverkauf verselbstständigte sich. Die Enkel von Hugo Boss, Jochen und Uwe Holy, erkannten das Potenzial des Standortes, der immer bekannter wurde. Und so gründeten sie die Holy AG und damit die Outletcity in Metzingen. Schnell fanden sich weitere Marken, die vor allem die Damenwelt ansprechen sollten: Escada, Bally und Joop. Das war 1998. Und heute winken dem Besucher mitten in der Stadt Rabatte bis zu 70 % bei über 60 weltbekannten Premiummarken.

 

[ Mehr als Shopping ]

Doch Metzingen ist mehr als nur ein Factory-Outlet. Metzingen ist eine Tourismusattraktion – und mittlerweile so groß geworden, dass viele der internationalen Gäste lieber über Nacht bleiben, um das gesamte Angebot sichten zu können. Gerade sind Hotels und Restaurants in Planung, die auf die Bedürfnisse anderer Kulturen ausgerichtet sind. Die Servicebereiche werden mit Gebetsräumen und Stehtoiletten geplant, es soll spezielle Angebote für Reiseorganisationen geben, die perfekt auf ein Wochenende im Zeichen des Konsums zugeschnitten sind. Verkäufer bei Prada & Co. sprechen mehrere Sprachen und wissen, wann es höflich ist, seinem Gegenüber in die Augen zu blicken. Shuttlebusse fahren die Markenfans vom Flughafen nach Metzingen und wieder zurück. Die Kunden sollen sich voll und ganz aufs Shoppen konzentrieren können. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Und noch ein bisschen mehr: Regelmäßige Events mit Musik, verkaufsoffene Sonntage und Reiseführer über die Region runden das Angebot ab.

So ein Ansturm an kaufwütigen Schnäppchenjägern wirbelt einen tief in der schwäbischen Mentalität verankerten Ort wie Metzingen ziemlich durcheinander. „Es wäre mit Sicherheit einfacher gewesen, ein Outlet-Center außerhalb der Stadt zu errichten. Gerade auf der Seite der Bürger gab es ein paar Gegner, die der Outletcity kritisch gegenüberstanden“, sagt Bauer. Mittlerweile seien die Anwohner von der Outletcity überzeugt – denn man habe ihre Wünsche und Bedenken respektiert und offen miteinander kommuniziert.

 

„Wir wollten die Tradition des Fabrikverkaufs unbedingt aufrechterhalten. In der alten Fabrik konnte man quasi noch die Nähmaschinen rattern hören. Diesen Charme wollten wir nicht verlieren.“ Wolfgang Bauer wollte ein Shoppingerlebnis schaffen, das echt ist. Bloß nichts künstlich konstruieren. In Deutschland passiert das Leben einfach mitten in der Stadt, nicht vor ihren Toren. Klingt einleuchtend. Aber es gibt doch einige Outlet-Standorte in Deutschland: Zweibrücken, Ingolstadt, Wertheim Village. Den Vorteil gegenüber anderen Outlets bringt Bauer schnell auf den Punkt: „Die Tiefe und Breite unseres Angebots verspricht jedem unserer Kunden, dass er fündig wird und dabei kräftig spart“, erklärt Wolfgang Bauer. Aber warum macht man sich die Mühe – ein Outlet ist ein Outlet ist ein Outlet, richtig?

[ Shoppen als Touristenattraktion ]

„40 % unserer Kunden – Tendenz steigend – kommen von sehr weit her. Wir haben viele chinesische, russische und arabische Gäste. Die wollen hier richtig Geld liegen lassen und die Marken erleben. Das soll sich lohnen.“ Shoppen in einer Innenstadt, aber mit exklusiven Marken in einer unglaublich hohen Dichte, dazu noch in Flagship-Outlet-Stores, die das Outlet-Shoppen zu einem echten Erlebnis machen. „Bei vielen unserer internationalen Gäste ist Metzingen fest in der Reiseroute eingeplant und längst beliebter als manch andere Touristenattraktion in Deutschland.“

[Marken versprechen Sicherheit ]

Aber auch für nationale Kunden lohnt sich ein Besuch in Metzingen, denn gerade in Sachen Businesskleidung wird hier viel geboten. „Für Businessmode gibt es europaweit keinen Standort, der ein so umfassendes Angebot bietet. Hier kann man an einem Tag seinen Jahresbedarf an Kleidung decken.“ Gerade für Businessmode lohne es sich, bei Marken einzukaufen. „Ein qualitativ hochwertiges Teil hält mehrere Jahre und ist in der Regel auch nicht so schnell aus der Mode“, erzählt Bauer. Generell erkenne er einen Trend zur Nachhaltigkeit und einen Wunsch zur Vereinfachung: „Gute Ware verschafft mir Sicherheit – nicht nur Qualität. Eine Marke verkörpert einen gewissen Stil, einen Lifestyle. Wenn ich meine Marke gefunden habe, muss ich mir eigentlich keine Sorgen mehr machen.“ Deswegen setze die Holy AG in Metzingen auf Marken, die eine lange Wertigkeit garantieren.

„Früher kamen die Leute, um billig einzukaufen. Heute ist das natürlich auch noch das Hauptargument für unsere Kunden.“ Zwar ist ein Jimmy-Choo-Stiefel im Outlet immer noch deutlich teurer als das Meiste, was man auf der Königstraße in Stuttgart bekommt, aber einen Jimmy-Choo-Stiefel kauft man sich, um ihn ein Leben lang zu tragen. „Ich persönlich empfinde das als sehr nachhaltig“, bemerkt Bauer.

 

 Wolfgang Bauer     (Jahrgang 1963) studierte an der Universität Mannheim Betriebswirtschaftslehre und war nach dem Studium als Vorstandsassistent und im Vertrieb der Hugo Boss AG tätig. Seit 1995 ist er Vorstandsvorsitzender der Holy AG in Metzingen

Wolfgang Bauer  (Jahrgang 1963) studierte an der Universität Mannheim Betriebswirtschaftslehre und war nach dem Studium als Vorstandsassistent und im Vertrieb der Hugo Boss AG tätig. Seit 1995 ist er Vorstandsvorsitzender der Holy AG in Metzingen