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B2B Magazin 02.2014

46 interview Wie beeinflussen die vielen Informationen, die Kunden heute zur Verfügung stehen, das Kaufverhalten? Gibt es hier Unterschiede zwischen B2B und B2C? PW_ Das Kaufverhalten, oder der Alltag, wird einfach situativer. Zeit ist die Ressource, die mit 24 Stunden am Tag limitiert ist, und diejenigen, die in der Lage sind, den größten Zeitanteil rauszuholen, werden die größten Gewinne machen. B2B ist in Wirklichkeit schon immer viel vernetzter und integrierter in Gesamtsystemen gewesen. Hier wird es in Zukunft ganz klar um die Industrie 4.0 gehen, das heißt also die Automation zwischen Zulieferern und Endproduktion auf Datenbasis, selbstverständlich global. Das ist ein Thema, das immer wieder aktuell ist, das sich entwickelt, das extrem kompliziert ist, das globale Standards braucht, die allmählich geschrieben sind. Hier ist Kooperation die Basis der Arbeitsteilung. Neu ist, dass diese Idee des B2B jetzt auch im B2C-Bereich auftaucht. Wenn Sie also individuelle Produkte ausdrucken oder wenn Sie individuelle Module über ein Angebot im Netz bis in die Fabrik durchbestellen, populäres Beispiel ist hier NIKEiD, dann bedeutet das eben, dass der Konsument die Produktion steuert und vorher bezahlt. Und das ist der wirkliche Gewinn. Erwarten Kunden heute etwas anderes von Unternehmen als noch vor ein paar Jahrzehnten? PW_ Auf jeden Fall: Sie wollen verstanden werden. Sharing is caring. Die Idee ist, die soziale Komponente der Wirtschaft neu zu denken und zu entwickeln und logischerweise zu kommerzialisieren. Das Internet ist einfach zum Freizeitraum geworden. Das, was früher der Erlebnispark und die Shopping- Mall waren, ist fusioniert in der virtuellen Welt. Bedeutet das für Unternehmen, dass sie ihre gesamte Struktur umstellen müssen? PW_ Das ist für etablierte Unternehmen relativ kompliziert, weil sie ja in den bereits etablierten Feldern Wachstum haben müssen und gleichzeitig neue Felder aufbauen wollen. Diese Gleichzeitigkeit ist am einfachsten zu umgehen, indem man Ausgründungen macht. Die fertige Veränderung wird wieder in den Konzern integriert. Sobald der Kunde im Mittelpunkt steht, können die Unternehmen weniger produzieren, aber gleichzeitig mehr verdienen.

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