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B2B Magazin 02.2014

ELEGANZ DER LÖSUNG KOMPLIZIERTHEIT 39 erklärt sehr überzeugt, dass es nicht einfacher gehen kann. Ein per- fektes Managementsystem sei nun einmal hochkomplex. Das sehen die Mitarbeiter nicht ein. Ihnen schwebt etwas Smartes oder genial Einfaches vor. Später wird es frustriert im Management heißen: „Die Mitarbeiter nehmen die neuen Regelungen nicht an.“ Jeder will vom Anderen das Smarte und genial Einfache! Aber jeder selbst für sich produziert höchstens das fast Perfekte, was aber dann als ärgerlich kompliziert wahrgenommen wird. Das harte Arbeiten an der Klarheit unternimmt niemand, weil Menschen die rechte Seite der Grafik nie sehen. Sie können es auf der höchsten Stufe der Komplexität erklären und sind sehr stolz darauf. Es irritiert sie kein bisschen, wenn andere es einfacher haben wollen, das verstehen sie als dumm einfach und halten den für dumm, der es einfacher wünscht. In dieser Weise schauen Experten immer auf vermeintlich Dumme und ahnen nicht, dass sich die eigentliche Welt des Genialen hinter ihnen befindet. Und sie merken nie, dass sie Steve Jobs als Genie verehren, aber bei der eigenen Arbeit immer vergessen. AUTOR \ Gunter Dueck Die Mitarbeiter wollen smarte Prozesse und treffen auf Unverständnis Wenn es um Produkte und Innovationen geht, fordert das Management Smartness und Genialität ein. Aber wenn nun im Gegenzug das Manage- ment an neuen Geschäftsprozessen arbeitet, dann sieht die Sache vollkommen anders aus. Das Management einer Firma ist ein hoch- komplexes Problem. Die Manager müssen viele Zielsetzungen gleichzeitig im Auge behalten: Kunden, Mitarbeiter, Produkte, Märkte, Investoren, politisches Klima, Rechtsveränderungen, Kon- junkturpolitik und die Mode der Zeit – um nur einige wichtige zu nennen. Wenn nun das Management in einem Unter- nehmen neue Regeln, Incentives, Vertriebspläne oder Geschäftsprozesse einführt, dann ist der Auf- schrei der wie gestochenen Mitarbeiter fast gewiss: „Diese neuen Prozesse sind zu kompliziert! Geht das nicht einfach? Sind wir zum Arbeiten hier oder werden wir als Büroaffen bezahlt? Wir können so nicht arbeiten!“ Das Management Meine „Ergänzung“ Vita Gunter Dueck (Jahrgang 1951) studierte Mathematik und Betriebs- wirtschaft und promovierte 1977 an der Universität Bielefeld, wo er bis 1987 lehrte und forschte. Danach wechselte er zur IBM. Dort war er bis 2011 als CTO tätig. Mittlerweile ist er im Ruhestand, gibt jedoch noch lange keine Ruhe: Er schreibt Bücher, ist Business-Angel und Keynote-Speaker. Mehr zu seiner Person unter www.omnisophie.com. Foto:CommonLense.de GENIAL EINFACH SMART UND LIEBEVOLL LIEBLOS EINFACH PERFEKT, ABER UMSTÄNDLICH DUMBING IT DOWN

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