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B2B Magazin 02.2014

06_ COMMUNITY, SHARING Die Community und das Sharing sind eigentlich Überbleibsel aus dem Web 2.0, die sich aber nachhaltig auswirken und entsprechend permanent weiterentwickeln. Share-Economy wurde vom Harvard- Ökonomen Martin Weitzman geprägt und besagt, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, je mehr unter allen Marktteilnehmern geteilt wird. Diese Idee fand vor allem im World Wide Web eine fruchtbare Basis. Dabei bedeutet Share-Economy hier, dass Inhalte und Wissen nicht mehr ausschließlich durch die Empfänger konsumiert werden, sondern diese auch zu Distributoren werden. Zum Beispiel durch das Versenden eines Artikels per E-Mail oder durch das Teilen innerhalb eines Prozesses, bei dem viele mit vielen ihr Wissen teilen. Daraus bildet sich wiederum die Community. Für den Umgang von B2B-Unternehmen mit Kunden ergeben sich daraus mehr Perspektiven, als die bisher existierenden Social-Media-Strategien ausdrücken. Speziell in Branchen, die von langen gemein- samen Entwicklungsprozessen geprägt sind, wie Automobil-Zulieferer, könnten völlig neue Kollabo- rationsmodelle entstehen. Im Moment dominiert in diesen Bereichen nach wie vor PowerPoint. Dabei ist die Zusammenarbeit nur die eine Seite. Eigentlich müsste die veränderte Intensität, die mit der neuen Zusammenarbeit einhergeht, auch zu neuen, besseren Ergebnissen führen. Insgesamt könnten sich nahezu sämtliche Branchen eine Scheibe von dem Gedanken abschneiden, ihre Kunden früher und anders in ihre Arbeitsergebnisse einzubinden. KEINE ATEMPAUSE Vielleicht wird tatsächlich momentan Geschichte gemacht. Vielleicht sind die aktuellen Umwälzungen im Privat- und im Arbeitsleben derartig tiefgreifend, dass man sie irgendwann als entscheidend und prägend für die nächsten Jahre einsortieren wird. Vielleicht erleben wir aber auch nur eine neue Normalität, die durch die Digitalisierung geschaffen wird. Die Normalität des ständigen Verbesserns in kleinen Schritten. Des Vereinfachens auf Basis einer Technologie, die auf der einen Seite unser Leben sofort und oft verblüffend wirksam einfacher macht, deren andere Seite jedoch oftmals viel zu komplex und undurchschaubar ist, als dass man sie in derselben Geschwindigkeit weiterentwickeln könnte. Hoffentlich wird unsere Sorglosigkeit im Umgang damit nicht eines Tages bitter bestraft. Autor \ Jörg Dambacher

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