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B2B Magazin 02.2014

28 leitartikel 03_ INTERNET OF THINGS Da 2014 mindestens bereits die zweite Hannover Messe Industrie mit dem Hauptthema Produktion 4.0 stattgefunden hat, kann man das Thema nicht mehr wirklich als neu bezeichnen. Trotzdem scheinen im Moment nur wenige Unternehmen ein richtiges Konzept zu haben, wo und wie man die intelligenten und kommunikationsfähigen Dinge wirkungsvoll – im Zweifelsfall vereinfachend – einsetzen kann. Und die populären Beispiele, die in der Presse über die schöne neue Produktwelt veröffentlicht werden, helfen da auch nicht weiter. Ist ja toll, wenn Pflanzen uns zukünftig mitteilen, wann sie gegossen werden wollen, oder Kühlschränke uns melden, wenn die Milch ausgeht. Echte Vereinfachung wäre die automatisierte Reaktion auf die Nachricht: automatisches Nachgießen der Pflanze und eigenstän- diges Befüllen des Kühlschranks durch einen Service-Mitarbeiter des Supermarkts. Deshalb stürzt sich die B2B-Industrie auch mit Vehemenz auf die Produktion 4.0, denn dort wird diese Entwicklung tatsächlich für völlig neue Prozesse sorgen. Und für Geschäftsmodelle, die wenig bis nichts mit den heutigen zu tun haben. 04_VIRTUALISIERUNG Google Glass kann sprechen, versteht einfache Befehle, nimmt Fotos und Videos auf und projiziert uns virtuelle Ergänzungen zur realen Welt. Wir bekommen Unterstützung bei der Navigation, wir können andere an dem teilhaben lassen, was wir im Moment sehen (schon wieder!), und wenn wir wollen, zeigt uns die Datenbrille an, wo genau wir unser Auto geparkt haben. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, was in nächster Zukunft mit der virtuellen Ergänzung der realen Welt auf der Nase noch möglich wird. Andere Techniken sind da allerdings bereits weiter: Mit dem iMirror Public haben unsere Partner von Netural für den Brillenhersteller Silhouette eine Anwendung für den Point of Sale kreiert, die ihre größten Erfolge aktuell außerhalb des Optikergeschäfts feiert. Die Idee: mittels Augmented Reality einfach Brillen anprobieren. Drei Kameras erfassen dazu das Gesicht. 3D-Grafiken der Brillen werden dem Nutzer virtuell aufgesetzt und machen alle Bewegungen mit – in korrekten Proportionen, Betrachtungswinkeln und in Full-HD-Bildqualität. Komplizierte Technik, verblüffende Vereinfachung. 05_ INDIVIDUALISIERUNG Auch darüber ist vor allem in den einschlägigen Marketingmagazinen viel geschrieben worden. Die Individualisierung eröffnet interessanterweise in der Kommunikation wieder dem gedruckten Medium Chancen, da moderner Digitaldruck kombiniert mit Datenhandling personalisierte Inhalte in neuen Dimensionen möglich macht. So gibt es Hotelketten, die ihre Magazine und Broschüren zwar aus einer einheitlichen Plattform bedienen, aber gleichzeitig individualisierte und regionalisierte Inhalte für ihre jeweiligen Ausgaben abrufen können. Die Auflage eins wird mehr und mehr Realität. Aktuell dürften individuell auf uns abgestimmte Informationen jedoch eher für Misstrauen sorgen. Spannend zu sehen, wohin sich das alles entwickelt. Selbstverständlich hält die Individualisierung auch in der Produktwelt Einzug. Meine Jeans, mein Paar Sneakers, mein persönliches, einzigartiges Smartphone. Ganz sicher werden B2B-Kommunikation, B2B-Produkte und -Services diesen Trend ebenfalls erfolgreich für sich nutzen können. Einfach Brillen anprobieren: der iMirror von Netural. Die ExoHand von Festo ist ein Außen­skelett, das man einfach wie einen Handschuh überziehen kann.

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