Die Evolution der Imbissbude: Fastfood 4.0

\\ March 27, 2015

\\ B2B 01/2015

\\ Teilen per:
Email
Facebook
Twitter
Xing
Linkedin
Google

WIR NUTZEN USB 3.0 UND SPRECHEN VON DER INDUSTRIE 4.0. ABER WO STEHEN WIR BEIM ESSEN? SPEISEN WIR HEUTE NOCH 1.0 ODER GAR ANALOG? EINS IST SICHER: DER FORTSCHRITT MACHT AUCH VOR DER GASTRONOMIESZENE NICHT HALT. IN EINIGEN RESTAURANTS WIRD DIE SPEISEKARTE DURCH TABLETS ERSETZT, MAN KOMMUNIZIERT JETZT ELEKTRONISCH MIT DER KÜCHE. DABEI GEHT ES VOR ALLEM UM DAS VOLLKOMMENE GESCHMACKSERLEBNIS. SO WIRD DANN SELBST AUS EINEM IMBISS „FASTFOOD 4.0“.

LOCATION Zu finden ist das Curry Queen gegenüber der neuen Hafen-City am Rande der Hamburger Speicherstadt. Durch ein gemütliches und stilvoll eingerichtetes Ambiente erinnert es eher an ein elegantes Bistro als an einen Imbiss. Wem der Sinn nach etwas Ausgefallenem steht, ist hier genau richtig. Zwischen touristischen Anziehungspunkten wie der Elbphilharmonie oder dem Miniatur Wunderland wurde hier ein wahres Curry-Mekka geschaffen.

KARTE Im Curry Queen gibt es echte (Curry-)Wurstspezialitäten für Feinschmecker vom Ibericoschwein, vom Bisonbüffel oder dem Wagyu-Kobe-Style Rind. Dazu gibt es wahlweise selber gemachte Mayonnaisen sowie eigens hergestelltes Ketchup. Verschiedene Standard-Menüs stehen zur Auswahl, vom „Klassik-“ bis zum „Kobe-Style”-Menü. Berühmt ist die Curry Queen vor allem für die vielen verschiedenen Currys, die jeder Wurst einen exquisiten Geschmack geben.

PHILOSOPHIE An erster Stelle stehen die Qualität und der gute Geschmack. Es werden ausschließlich natürliche und hochwertige Lebensmittel verwendet. In den Speisen tauchen weder Konservierungsstoffe noch künstliche Geschmacksverstärker auf. Hier weiß man, wo das Fleisch herkommt und wie es verarbeitet wird.

BESONDERS GEEIGNET FÜR Kurze Business-Lunches. Wer auf der Suche nach einem schnellen und leckeren Mittagessen in schönem Ambiente ist, kommt hier schnell auf den Geschmack.

 

Bildschirmfoto 2015-03-26 um 10.48.58Erzählen Sie etwas zur Geschichte des Unternehmens. Wie lange gibt es Sie schon?

(SB) Meine Kollegin Bianka Habermann und ich waren lange als Hobbyköche tätig. Wir haben an etlichen Kochwettbewerben teilgenommen und hatten dann überlegt, etwas Eigenes zu machen. Also haben wir uns gefragt: Wo mag da noch eine Nische sein? Wir bemerkten, dass es keinen Ort gibt, an dem es gutes Fastfood gibt, dem man vertrauen kann und das schmeckt. So etwas gab es vor der Gründung der Curry Queen noch nicht. Da haben wir unsere Chance gesehen. Im Dezember 2007 haben wir unseren Laden in Eppendorf eröffnet. Damit fing alles an. Dass wir ein Jahr später als beste Wurstbude im Gault&Millau auftauchten und das auch bis ins Jahr 2014 so bleibt, das hat sich einfach durch das gute Produkt und die Leidenschaft, die dahintersteht, ergeben.

Als was sehen Sie sich, als Imbiss oder als Restaurant?

(SB) In-between. Es ist natürlich ein moderner Imbiss. Man kann sich hier hinsetzen und bekommt schnell gutes Essen. Aber im Gegensatz zu anderem Fastfood kann man sich bei uns ausschließlich lecker, gesund und nachhaltig ernähren. Nicht nur die Chilis sind ohne Konservierungsstoffe, alle Soßen, die Mayonnaise und das Ketchup werden von uns frisch zubereitet und sind aus hochwertigen Produkten, frei von Geschmacksverstärkern. Um auch in kurzen Mittagspausen ein schnelles Essen möglich zu machen, setzen wir auf moderne Technik. Jeder Gast bekommt bei uns einen kleinen elektronischen Puk, über den er benachrichtigt wird, wenn das Essen fertig ist.

Neben den Mayonnaisen, dem Ketchup und vielen anderen Zutaten ist sogar Ihr Eis selbstgemacht. Gibt es das auch mit Curry-Geschmack?

(SB) Wir kreieren tatsächlich eigene Eissorten, die wir mit den Currys aus unseren Aromawelten verfeinern. Zum Beispiel eignet sich unser Curry Mumbai hervorragend für Vanille-Eis. Zu unseren Kreationen gehört beispielsweise auch eine Mango-Curry-Soße, von der das Eis durchzogen ist. Das schmeckt sehr, sehr gut!

Sie entfalten also eine Welt voller komplexer Aromen?

(SB) Ja, absolut. Die Currys müssen nicht unbedingt auf einer Wurst landen. Durch die komplexen und vielseitigen Aromen eignen sich die verschiedenen Currys für eine Vielzahl von unterschiedlichen Gerichten jenseits der Wurst. Das Purple Curry bietet sich zum Beispiel hervorragend für Meeresfrüchte an. Ich persönlich benutze das „Curry Queen“-Curry gerne für die Zubereitung von Wild.

Hat Ihre Currywurst noch etwas mit einer „banalen“ Currywurst zu tun?

(SB) Sie sieht vom Prinzip her ähnlich aus. Im Norden isst man gerne rote Currywurst. Wir sind wieder zurück zur westfälischen Variante oder Berliner Variante, einer Kalbsbratwurst. Diese besteht aus 30 % Kalbf leisch und ist sehr fein. Sie ist sehr gut gewürzt, weist einen geringen Wasseranteil und dafür einen hohen Fleischanteil auf. Und am besten schmeckt sie mit unseren Curryvarianten und unserem selbstgemachten Ketchup, da hat man dann schon ein anderes, ein nachhaltiges Gefühl.

Sie beziehen Ihre Gewürze vom Sternekoch Ingo Holland. Wie kam es dazu?

(SB) Als gern essender und reisender Mensch war ich vor vielen Jahren mit meiner Geschäftspartnerin in Klingenberg in einem Sternerestaurant. Zu dieser Zeit hatte Holland parallel angefangen, Gewürze zu produzieren und zu verkaufen. Mittler weile konzentriert er sich nur noch auf die Gewürze und ist der führende Händler für gehobene Gewürze in Deutschland. Wir haben Ingo dann gefragt, ob er für uns Currys machen kann. Seitdem mischt er alle unsere Gewürze selber. Unser Hauscurry, das „Curry Queen“, das es nur bei uns im Laden gibt, hat er erfunden.

Schärfe ist ja ein Trend beim Essen. Inwiefern gelangt man da bei Ihnen an seine Grenzen?

(SB) Schärfe ist erst mal subjektiv und relativ empfunden, je nachdem, wie die Schmerzrezeptoren trainiert sind. Wir haben nur natürliche Stoffe, keine künstlichen. Das heißt, wir verwenden nur Chilis, die es auch wirklich gibt. Das Bhut Jolokia ist das schärfste Chili, das momentan auf dem Markt ist. Damit ist dann bei uns auch Schluss. Natürlich testen manche ihre Grenzen aus, aber wir bewegen uns immer in einem gesunden Rahmen. Hier muss niemand Angst haben, dass er vor lauter Schärfe ohnmächtig wird. Der Genuss steht immer im Vordergrund!

Bildschirmfoto 2015-03-26 um 11.06.40

DIE SECHS EINZIGARTIGEN CURRY-AROMAWELTEN:

 

 

Purple Curry Das Einstiegscurry, sehr mild und fruchtig. Der hohe Hibiskus-Anteil sorgt für die purpurne Farbe.

Mumbai Curry Dieses Curry wird nicht nur für die Currywurst verwendet, sondern auch für das eigene Eis. Durch den hohen Vanilleanteil ist es gut für Nachtische geeignet.

Jaipur Curry Mittelscharfes Curry, kräftig gelb durch das Kurkuma-Gewürz. Es hat einen hohen Zitronengrasanteil und eine leichte Röstung.

Anapurna Curry Der Klassiker. Mittlere Röstung, etwas rustikaler mit einem ordentlichen Anteil Knoblauch und Ingwer. Es ist insgesamt kräftiger und hat eine mittlere Schärfe.

„Curry Queen“ Scharfes Curry, das Haus-Curry. Mit Paprika, Zimt und Sternanis. Sehr kräftig im Geschmack mit orientalischer Note.

Curry Dragon Sehr scharfes Curry durch die Verwendung von verschiedenen Habanero- und Bhut-Jolokia-Chilischoten.

Inoffiziell Das schärfste natürliche Curry. Bhut Jolokia pur für das richtig scharfe Geschmackserlebnis.

→ www.curryqueen.eu